Vorschau Konzerte 2015

"Der Holdestein"

 

Plakat Fruehjahr20151

25.04.2015 20:00 Uhr   Don Bosco Würzburg

26.04.2015 17:00 Uhr   Schloss Grumbach Rimpar

 

Die literarischen Quellen des Sturm und Drang, die die Überwindung der Vernunft und die Freiheit des Gefühls feierten, Erfüllung in einer idealisierten Natur suchten und sich Märchen, Träumen und Visionen zuwandten, haben viele Komponisten jener Zeit auf vielfältige Weise inspiriert. In den „Drei Madrigalen nach Worten aus Goethes Leiden des jungen Werther“ greift Arnold Mendelssohn (1855 – 1933) kurze Textfragmente aus Johann Wolfgang von Goethes Briefroman auf. Ausgehend von Goethes emotionaler Sprache schafft Mendelssohn drei Madrigale mit je ganz eigenem Charakter, die Werthers inneres Erleben und seine wechselvollen Gemütszustände beschreiben: Erwartung und freudige Erregung, zunehmende Düsternis des Verfallenseins und schließlich verzweifelte Klage.

Mit der Ballade „Der Holdestein“ nähert sich der junge Franz Schreker (1878 – 1934) zum ersten Mal der Welt des Dramas, die sich später als seine Berufung erweisen sollte. Schreker, der in den Zwanzigerjahren des 20. Jahrhunderts zum bedeutendsten Opernkomponisten der Wiener Moderne aufstieg, jedoch von den Nazionalsozialisten als entartet gebrandmarkt wurde, zeigt in seinem Jugendwerk Sinn für Schauerromantik und bereits jenes Streben nach Klangschönheit, das den reifen Musiker auszeichnete. Schrekers sehr eigene Musiksprache scheint von vielen zeitgenössischen Komponisten beeinflusst worden zu sein, wobei besonders seine Liedkompositionen eine große Nähe zu Richard Strauss verraten. Kunstlieder beider Komponisten, vorgetragen von Johannes Strauß, machen diese Nähe erfahrbar.

 

 

"Kantatengotesdienst zum Kissinger Sommer"

 

Erlöserkirche Bad Kissingen

05.07.2015 im Gottesdienst ab 9:30 Uhr